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Leckere Rezepte

Polnische Faworki (Chruściki / Engelsflügel)

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Faworki – auch bekannt als Chruściki oder Engelsflügel – sind das beliebteste Karnevalsgebäck Polens und ein Meisterwerk der Leichtigkeit. Diese hauchzarten, knusprigen Teigtaschen bestehen aus einem festen, geschmeidigen Teig aus Mehl, Eigelb, Sahne und einer Prise Salz, der ausgiebig geknetet, gerollt und geschlagen wird, bis er seidig glatt ist. Das wiederholte Ausrollen und Falten – 15 bis 20 Minuten lang – ist der entscheidende Schritt, der den Teig hauchdünn und beim Frittieren unglaublich luftig macht. Der Teig wird papierdünn ausgerollt, in Streifen geschnitten und zu den typischen verdrehten Schleifen geformt, die den Faworki ihren charakteristischen Charme und ihren Namen 'Engelsflügel' verleihen. In heißem Pflanzenöl bei exakt 180 °C frittiert, blähen sich die Faworki innerhalb von Sekunden auf und werden in nur 30–60 Sekunden pro Seite goldbraun und knusprig – so schnell, dass man kaum wegschauen darf. Noch warm werden sie großzügig mit Puderzucker bestäubt, der auf der warmen Oberfläche leicht schmilzt und eine zarte süße Schicht bildet. Das Ergebnis ist ein Gebäck, das federleicht ist und auf der Zunge zergeht – außen knusprig, innen fast hohl und luftig. In Polen werden Faworki traditionell am Fetten Donnerstag (Tłusty Czwartek) gegessen, dem polnischen Karnevalshöhepunkt, an dem das ganze Land in einem kollektiven Zuckerrausch versinkt. Aber auch außerhalb der Karnevalszeit sind sie ein wundervoller Begleiter zu Kaffee und Tee, ein elegantes Dessert für Gäste oder ein süßes Mitbringsel. Frisch frittiert schmecken sie am besten – aber in einer luftdichten Dose halten sie sich einige Tage.

Vorbereitungszeit30 Min.
Kochzeit30 Min.
Portionen60 Stück
SchwierigkeitsgradMittel

Ausstattung

Große ArbeitsflächeNudelholzScharfes Messer oder TeigradGroßer tiefer TopfKüchenthermometerSchaumkelleKüchenpapier

Zutaten

Anleitung

  1. 1
    Mehl auf eine Arbeitsfläche sieben und einen Krater in der Mitte formen. Eigelb, Puderzucker, Sahne und Salz in die Mulde geben.
  2. 2
    Das Mehl von den Rändern nach und nach einarbeiten und alles zu einem glatten, festen Teig verkneten. Ca. 5 Minuten kneten, bis der Teig geschmeidig und zusammenhängend ist.
  3. 3
    Den Teig mit dem Nudelholz ausrollen, halbieren und erneut ausrollen. Diesen Vorgang 15–20 Minuten wiederholen und den Teig dabei gelegentlich mit dem Nudelholz klopfen, um Luft einzuarbeiten. Das ist der Schlüssel für die luftige Textur.
  4. 4
    Den Teig in zwei Hälften teilen. Eine Hälfte mit Frischhaltefolie abdecken, damit sie nicht austrocknet. Die andere Hälfte hauchdünn ausrollen – so dünn wie möglich.
  5. 5
    Den Teig in ca. 3 cm breite und 10 cm lange Streifen schneiden, die Enden leicht schräg anschneiden. In die Mitte jedes Streifens einen kleinen Schlitz schneiden und ein Ende durch den Schlitz ziehen, um die typische verdrehte Schleifenform zu bilden.
  6. 6
    Pflanzenöl in einem großen, tiefen Topf auf 180 °C erhitzen. Die Faworki portionsweise vorsichtig ins heiße Öl geben – sie blähen sich sofort auf und werden innerhalb von 30–60 Sekunden pro Seite goldbraun. Mit einer Schaumkelle herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  7. 7
    Die noch warmen Faworki großzügig mit Puderzucker bestäuben und sofort genießen – oder in einer luftdichten Dose aufbewahren.

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